puppenmutti2025-11-05T20:01:11+00:00

Hat im letzten Jahrhundert das Licht der Welt erblickt und eine Vorliebe für Schwarz. Hört gern schlimme Musik und manchmal auch Stimmen. Mag und macht Yoga, wenn sie nicht mit ihren Puppen spielt. Lebt nicht allein und in Berlin. Ist gern in Endzeitstimmung und macht das alles hier aus reinem Spaß.

Und wenn sie wirklich will, kann sie auch niedlich.

puppenmutti@dunkeltute.de

Wie kommt man denn auf sowas?2025-05-26T14:55:46+00:00

Mit viel schwarzem Humor, Freude am Fummeln und ‚ner Prise Wahnsinn.

Ich mag Selbstgemachtes. Schon immer. Doch bei der Suche nach Enkelkind-tauglichen Projekten habe ich irgendwann eine „Awh“-und Pastellfarben-Allergie entwickelt. Derart geplagt und der kindchenschematischen Niedlichkeit überdrüssig, fragte ich mich: Was passiert eigentlich den Puppen? Den alten, abgelegten, einst heißgeliebten Seelentröstern der Kindheit. Wie gehen sie mit der Schmach des Vergessenwerdens um? Was treiben sie so nach ihrem Ableben? Gibt es für sie gar eine Schattenwelt wie in Stranger Things?

So bin ich auf Monster-Horror-Creepy-Dolls gestoßen und war ohnmächtig inspiriert. Schon bei der ersten anderen Puppe hat mich eine Art Fieber erfasst. Sobald ich einen Stoff in die Hand nehme, einen Knopf in die Finger bekomme, entstehen Bilder, Charaktere, Namen in meinem Kopf. Ja sie drängen sich geradezu auf, wollen manifestiert werden.

Wie sind die Puppen entstanden?2025-05-26T14:57:53+00:00

Mit viel Herzblut und jeder Menge Fingerpflaster.

An die Umsetzung gehe ich meist intuitiv ran und lass mich einfach machen. Für solche Gestalten gibt es keine konkreten Anleitungen, sie entstehen sozusagen (r)evolutionär. Dadurch hat jede ihren ganz eigenen, unperfekten Charme. Ist eine kleine Persönlichkeit, auch was die Verarbeitung betrifft.

Eigentlich kann ich gar nicht nähen. Die Nähmaschine kam nur wegen der Kakerlake in die Galerie. Alle Puppen sind reine Handarbeiten. Die Werkstoffe überwiegend vom Flohmarkt. Die Werkzeuge zumeist geschenkt.

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