Mit viel schwarzem Humor, Freude am Fummeln und ‚ner Prise Wahnsinn.
Ich mag Selbstgemachtes. Schon immer. Doch bei der Suche nach Enkelkind-tauglichen Projekten habe ich irgendwann eine „Awh“-und Pastellfarben-Allergie entwickelt. Derart geplagt und der kindchenschematischen Niedlichkeit überdrüssig, fragte ich mich: Was passiert eigentlich den Puppen? Den alten, abgelegten, einst heißgeliebten Seelentröstern der Kindheit. Wie gehen sie mit der Schmach des Vergessenwerdens um? Was treiben sie so nach ihrem Ableben? Gibt es für sie gar eine Schattenwelt wie in Stranger Things?
So bin ich auf Monster-Horror-Creepy-Dolls gestoßen und war ohnmächtig inspiriert. Schon bei der ersten anderen Puppe hat mich eine Art Fieber erfasst. Sobald ich einen Stoff in die Hand nehme, einen Knopf in die Finger bekomme, entstehen Bilder, Charaktere, Namen in meinem Kopf. Ja sie drängen sich geradezu auf, wollen manifestiert werden.