Spleenige Freaks mit neurotischem Tiefgang. Überlebenskünstler, denen nachgesagt wird, dass sie nicht mehr alle Fledermäuse im Turm haben.

Juli 2025 – R.I.P., lieber Ozzy!
Grollender Donner, Regenprasseln, Kirchengeläut und ein runtergedrehter, wabender Bass… im zarten Alter von 13 habe ich zum ersten Mal Black Sabbath vernommen und war sofort geflasht. Was für ein subversiver Sound, was für eine Stimme! Plattencover dieser Band zierten meine erste Wohnung. Das hörte schlagartig auf, als Ozzy nicht mehr dabei war. Mag sein, dass Toni Iommi die treibende musikalische Kraft in dem damals neuen Genre war. Aber Ozzy hat das stimmlich ziemlich stimmig verkörpert. Da konnten alle nachfolgenden Interpreten einpacken. Meine Meinung.
Ich habe ihn in meiner Puppenstube auferstehen lassen. Er hat’s verdient.
Sie ist eine Gute. Zumindest eine, die es so gemeint hat. Sie konnte alles sehen. Alles was ist. Alles was bevorsteht. Doch niemand wollte ihr Glauben schenken. Man belächelte sie, ignorierte ihre Warnungen.
Aus Gram darüber ist sie erblindet, sieht jetzt nur noch in absoluter Dunkelheit und behält ihre Weissagungen fortan für sich.
Sie ist die wahrscheinlich erste und einzige Voodoo-Transe auf dieser Welt. Kreisch! Sie liebt Glitzer, extravagante Fummel und den großen Auftritt. Die Opfer ihres Zaubers bekommen 1A Silikonbrüste, ein schiefes Dauer-Make-up und können nur noch in Double-Plateau-Pumps laufen.
Ihre Existenz verdankt Daisy einem guten Freund, der manchmal ähnlich zickig ist, die große Show und sich selbst am meisten liebt, aber langsam auch in die Jahre gekommen ist.
Mit Miss Mad hat es begonnen. Sie war schon immer ein bisschen verrückt aber harmlos. Das hat sich mit der Zeit geändert. Je verrückter es um sie herum wurde, desto schräger wurden ihre Aus- und Einfälle.
Scheinbar ist sie bei einem Ausflug ins Wunderland im Rabbit Hole steckengeblieben. Aber dennoch ist sie für jeden Spaß zu haben, für jeden Unsinn offen und ihr Lieblingswort ist „egal“.
Neulich in den Berliner Öffis, sah ich ein seltsames Trüppchen: Hermann, Leopold, Kotti, Alexander, Rüdi und U8. Ihr Ziel: meine Puppenstube… zum gepflegtem Dunkeltuten. >kicher, augenroll<
Jetzt sitzt die Gruselgesellschaft hier rum – verstört in die Gegend glotzend, weil es keinen Halt mehr gibt.
Der einäugige Mönch vom Orden der unanständigen Kapuzenträger behält bei jeder Beichte die Contenance und alles für sich. Er ist die Diskretion in Person und in stets geschlossener Kutte.
Jedes noch so dunkle Geheimnis ist bei ihm gut aufgehoben. Niemand wird jemals was erfahren. Auch nicht, was sich in den Nächten hinter den Klostermauern seiner Bruderschaft abspielt.
Voody ist relativ harmlos und noch in Ausbildung. Man kann mit ihr höchstens ein bisschen Schabernack treiben, aber keinen echten Schaden anrichten. Ihre Talente liegen eher in der Eheanbahnung und im allgemeinen Liebeszauber.
Um die 1.000 Jahre dauernde Lehrzeit interessanter zu gestalten, macht Voody derzeit auf eigenen Wunsch ein paar Auslandsjahre in Leipzig.
Voodys Lieblingsclips… (Unbedingt anschauen, der erste ist ein kleines Meisterwerk!)
Sie weiß alles und doch nichts, also definitiv zu viel. Sie wollte immer allen Phänomenen auf den Grund gehen, ihre wahre Natur entschlüsseln. Doch mit der Zeitmaschine hat sie sich gründlich verrechnet und schließlich viel zu lange in den selbstgebauten Teilchenbeschleuniger geschaut.
Das katapultierte sie in Sphären, die für Sterbliche immer rätselhaft bleiben werden und ihre Augen reichen jetzt in Universen, die wir uns gar nicht vorzustellen imstande sind. Wow!

Sie hat eine kinderfressende Hexe in Schach gehalten, sich selbst und den kleinen Bruder gerettet. Doch Food-Terror und Schuldgefühle haben ihr gründlich den Appetit verdorben. Jetzt verschließt sie sich den leiblichen Genüssen, findet, dass Essen heillos überschätzt wird und Size Zero sexy.
Und wenn sie nicht gestorben ist, dann hungert sie noch heute.
By the way – auch am Brüderchen ist das Märchen nicht spurlos vorübergegangen. Helmut hingegen (in anderen Überlieferungen auch Hänsel genannt) kämpft mit Alkohol und Adipositas.

Die polyamore Ordensfrau. Scheinheilig wie sie ist, betet sie unter Anderem Mr. Brightside an. Sie kennt ihn aus alten Tagen als die Nase noch rot und sie noch nicht mit dem Sohn Gottes verheiratet war.
Heute liebt sie beide und macht da kein Hehl draus.
Er gehört einem besonders ungehörigen Orden an und kumpelt eng mit Bruder Nyx und Hellraiser herum. Gemeinsame Erlebnisse im Klosterkeller verbinden. Dort treffen sich gern die streng Gläubigen, um mal so richtig über die Stränge zu schlagen.
Was sie wirklich treiben, weiß kein Mensch und das ist auch gut so.
Während sich Dr. Pestis den körperlichen Gebrechen seiner Mitpuppen annimmt, widmet sich Dr. Freudlos ihrem Seelenheil. Sein Faible ist die Alptraumdeutung. Als Experte für Parasomnie erforscht er das nächtliche Grauen. Die Träume, in denen man ins Bodenlose fällt, von bösartigen Wesen verfolgt wird oder grotesker Folter ausgesetzt ist.
Leider ist er schon etwas senil, verwechselt mitunter seine Patienten und hängt ihnen die Alpträume anderer an. Seine Deutungsdetails sorgen dann bei den armen Verwechselten für noch schlimmere Alpdrücke. Nun ja, er ist halt auch nur ‚ne Puppe.
Zuerst war die Einladung zur Taufe der Königstochter verlegt. Dann hat die S-Bahn gestreikt und der Türsteher rumgezickt. So ist sie völlig aufgebracht und als letzte auf dem Fest erschienen. Der Zauber des gesunden Schlafes sollte der kleinen Prinzessin ein langes Leben schenken. Stattdessen versank der ganze Hofstaat in einen verdammt langen Tiefschlaf. Das brachte dieser Fee den schlechten Ruf ein.
Dabei möchte sie niemandem Böses, ist einfach nur schrecklich vergesslich, simsalabimt ‚ne Menge Murks, meint es aber nicht so.
Welche Musik sie gern hört, hat sie glatt vergessen.
Elfi ist Landei und eine feingeistige Naturfreundin. Eigentlich. Unglücklicherweise wurde sie in eine Troll-Familie hineingeboren. Auf der Flucht vor diesen grobschlächtigen Ungeheuern, ist sie am Ende in einer viel zu großen, dreckigen Großstadt gelandet.
Jetzt ist sie Allergikerin, hegt 100 Zimmerpflanzen, meidet die Sonne und mag keine Menschen. In mondlosen, schwülen Sommernächten flattert sie gern in Schlafzimmern herum und raubt den Bewohnern mit ihrem Mückensummen den Schlaf.

Als kleine Schwester der Seherin, ist sie auch eine ganz liebe, aber leider gefühlsblind. Sie blickt einfach nichts. Kriegt weder mit, wie andere drauf sind, noch, was in ihr selbst vor sich geht.
Mit diesem Unvermögen geschlagen schleicht sie, meist verwirrt und manchmal auch für irre gehalten, durch die Puppenstube. Viele Freunde hat sie nicht und so manch einer bezeichnet sie gar als falsche Schlange.

Hanswurst ist ein Meister der Egalität. Ihm ist wurscht, wer er ist, wo er ist, was in seinem Dasein so passiert. Er lässt einfach alles ablaufen und mit sich machen.
Bitchy Bee ist da vollkommen anders genäht. Ohne Stachel ausgestattet, ist sie ausgesprochen bissig. Ihr ist eben nichts egal und sie leistet sich zu allem eine Meinung mit entsprechendem Kommentar.
Jetzt sind sie ein Paar. Denn wie sagt der Volksmund so schön: In jeden Topf passt ein Dackel… oder so ähnlich…
Genauer betrachtet besteht das ganze Leben aus Abschieden. Man verabschiedet sich von der Kindheit, von der Jugend, von der Schulzeit, von einem Partner, einem Job, einer Krankheit, einem Lebensstil, einer Lebensphase…
Bye-Bye-Dolls sind die disruptiven Covergirls im Lebenslauf. Kleine Veränderungsmusen, die beim Tschüss sagen, Trauern oder Loslassen helfen.
Sie erinnern stets daran, dass alles vergänglich ist, was im Kern ja nichts Schlechtes bedeutet.


Diese drahtige Dame hat ihren ganz eigenen Kopf. Aber den hat sie sich partout nicht annähen lassen. Jetzt muss sie ihn halt selbst tragen und hat damit allerhand zu tun.
Doch wenn sie müde ist, kann sie ihn auch getrost mal irgendwo ablegen. Wie praktisch, oder?


















































































































































