Durch eine Reihe unglücklicher Zufälle ist es dazu verdammt, mit einem Bein in der Welt der Lebenden, mit dem anderen im Jenseits zu verweilen.

Darum wirkt es immer etwas verschreckt, weil es nie weiß, wo es sich gerade befindet. Den Gevatter amüsiert sowas und er steht heimlich auf das Mädchen. (Wenn das seine Gattin wüsste!)

Songs, die im Geistermädchen herumspuken…

Ihr Name ist Programm. Schon immer litt sie unter einer düsteren Grundstimmung. Sie kann bei dem ganzen Elend der Welt und ihrem eigenen niemandem so richtig in die Augen schauen. Der einzige, der ihr etwas nähersteht, ist der Weltschmerz. Er hat Verständnis für ihre dauerhaft dunkel gefärbten Launen.

Wunderlicherweise sucht Madame oft die Nähe von Mr. Brightside oder Little Sunshine. Schwarzer Humor scheint sie zu belustigen. Auch wenn man das ihrer Mimik niemals entnehmen würde.

Madames vertonte Melancholie…

Sie wirkt zwar etwas verschroben, ist aber durchaus freundlich. Wer ihre Hilfe sucht, kann sich auf ihre Erfahrung als Kräuterkundige verlassen. Dann gibt’s ein Schlückchen wohlschmeckenden Schierlings, der gegen allerlei Pein Linderung verspricht.

Hat man jedoch ihren Groll auf sich gezogen, wirkt das Gebräu ganz anders. Im schlimmsten Fall tritt unter qualvollen Krämpfen, bei völlig erhaltenem Bewusstsein, in nur wenigen Minuten der Tod ein und der Trinkende ab.

Kleine giftige Playlist…

Es heißt, sie haust im finsteren Wald in einer Hütte, die auf Hühnerfüßen steht. In Wahrheit hat sie selbst nur einen Hühnerfuß und hierdurch einen recht uneleganten Gang. Sieht ein unbedarfter Wanderer sie so unbeholfen hopsen, wird sie richtig garstig. Zur Strafe schneidet sie dem Armen ein paar Finger oder die Ohren ab und lässt ihn mit dem Gesicht zur Wand in der Ecke stehen.

Das erinnert dich an das Filmexperiment The Blair Witch Project? Nun ja, schon möglich. Die Hexe war darin ja nie zu sehen.

Wenn sie Musik hören würde, dann so was in der Richtung…

Sehnsüchtig richtet er seine eisblauen Augen immerzu gen Himmel. Aus diesem ist er unerwartet gefallen und war auf der Welt nie wirklich willkommen. Ein ungeliebtes Spielzeug für ein Mädchen, das ein Junge sein wollte. So wurde der Himmelsgucker eiskalt und zum Blutsauger.

Doch man kann sich gut darauf einstellen. Denn wenn er hungrig ist, sucht er direkten Augenkontakt…

und wenn er zubeißt, lauscht er diesen Klängen…

Ihr wurde nicht nur der schöne Kopf abgeschlagen. Zu allem Unglück floppte auch der anschließende Friseurbesuch. Der sollte das Geschlängelte auf ihrem Haupt entwirren. Doch die Viecher sind einfach nicht zu bändigen.

Dafür passen sie zum Beispiel prima auf Fingerschmuck auf. Unbefugte werden gebissen und auf der Stelle versteinert. Und das ganz ohne App! So geht Smart Home in der Puppenstube.

Den Clip hier haben sich vor allem ihre Haare gewünscht…

Seit Dr. Pestis ausgezogen ist, herrscht Gejammer in der guten Stube. Zwar sind alle Bewohner recht hart gesotten, aber ganz ohne medizinische Hilfe kommen sie auch nicht klar. Darum ist Frau Doktor eingezogen.

Sie ist nicht zimperlich, ja sogar ziemlich empathielos, was hier aber niemanden erschreckt. Hauptsache die Diagnose stimmt und die verschriebenen Mittelchen passen. Und wenn nicht, ist ja noch die kranke Schwester am Start.

Frau Doktor mag’s gern etwas härter…

Er hat wohl 900 Jahre auf dem Buckel und das sieht man ihm auch an. Seine Beine sind abgelaufen, die Hände nur noch Stümpfe, die Haare spärlich, die Augen blind.

So kriecht er siechend aber durchaus mit Biss vor sich hin. Denn wunderlicher Weise fehlt ihm kein einziger Zahn. Ja sein Gebiss erstrahlt gar in schönstem Perlweiß, worum ihn so manch Beauty-Influencer heftig beneiden dürfte.

Seine vertonten Weisheiten

Überall auf der Welt lodern immer öfter die Flammen. Wälder, Wohnstätten, ja ganze Landschaften brennen nieder, vom Harz bis nach Hollywood und selten wird die Ursache entdeckt.

Oft steckt Solenopsis dahinter. Dieses hitzeliebende Höllenwesen ist mittlerweile überall heimisch, außer in der Antarktis. Auch in der Puppenstube baut es seine Glutnester und entfacht den einen oder anderen Brand.

Bei diesen Songs kommt es in Wallung…

Der hypochondrisch veranlagte Heiler. Hat oder kriegt prinzipiell alles, was seine Patienten haben. Denkt er jedenfalls. Darum ist er auch die meiste Zeit mit sich selbst beschäftigt. Wirkliche Hilfe ist nicht von ihm zu erwarten. Ganz zu schweigen von echtem Mitgefühl.

Um von seinen dürftigen Heilungserfolgen abzulenken und kompetent zu erscheinen, trägt er gern sakral anmutende Roben und die Haare lang.

Morbus morbide Playlist

Er hasst seinen Job. Würde so gern hinschmeißen, findet aber keinen Nachfolger. Zu dunkel, zu kalt, zu feucht und ständig im Nebel. Das geht auf die Augen und Knochen. Dann dieses ewige Hades-Gegurgel und diese undankbaren, mittellosen Passagiere…nee, macht wirklich keinen Spaß.

Aber er ist pflichtbewusst. Schiebt stoisch grimmig den alten Kahn durchs Wasser und statt zu sprechen, knurrt er nur noch.

Musikalisches Geplätscher vom alten Fährmann

Sie ist herrschsüchtig, rigoros in ihren Ansichten und neigt zu unkalkulierbaren Wutausbrüchen. Wer sie in Rage bringt, hat verloren. Wie diese unverschämte Meerjungfrau, die sich über ihr ausladendes Kinn lustig gemacht hat. Seitdem kämpft das arme Wesen mit einer Ölpest nach der anderen.

Nein, niemand sollte sich mit Dikta anlegen. Sie hat immer Recht, nimmt sich alles heraus und verhöhnt ihre Gegner. Ihre Rache ist einfach fürchterlich.

Ihre Playlist auch…

Lasterhafte Lichtgestalt mit schweren Komplexen.

Das hat ihn schon hart getroffen. Beim Endboss auf ewig in Ungnade gefallen, pfeift er sich nun alles ein, was die Drogenküchen hergeben. Derart verstrahlt, ist ihm alle Moral abhandengekommen. Er macht, was ihm Spaß bereitet, ohne Rücksicht auf Verluste, die in der Regel die anderen haben.

So ätzt er sich gottgleich durch die Leben seiner Mitpuppen und man tut gut daran, sich nicht von ihm runterziehen zu lassen.

Rhythmischer Highway to Hell

So sieht sie wirklich aus, vergiss Disney & Co!

Die echte Nixe hat nix mehr zu lachen. Schon immer von Umwelteinflüssen geplagt, ist sie zu allem Übel auch noch der Dikta Torin auf den Fuß getreten. Sinnbildlich. Eigentlich wollte sie ihr ein Kompliment machen. Doch bei der Übersetzung ist irgendwas schiefgelaufen.

Seit dem ist Arielle dem Untergang geweiht. Erlebt eine Katastrophe nach der anderen und wird in Filmen nur noch gedoubelt.

Zwei hübsche Songs für das gepiesackte Geschöpf

Die geschäftstüchtige Friedhofsfetischistin. Greta liebt das Lustwandeln zwischen Grabsteinen und das Drama des Dahinscheidens. Ihre tägliche Lektüre sind Todesanzeigen, damit sie ja keine Beerdigung verpasst.

Als ihre erste Geschäftsidee – die Kreation eines edlen Gruft-Duftes – floppte, sattelte sie auf professionelle Trauerbegleitung um. Und das geht bei Greta so: Sie setzt sich tränenreich in Szene, kondoliert filmreif und präsentiert hinterher eine Rechnung, die den Angehörigen erst so richtig die Tränen in die Augen treibt.

Gretas sepukrale Playlist