Gevatter war vermutlich mal ein Tier, aber das nur nebenbei. Er ist der Hardrocker in der Puppentruppe. Da können sich Torture & Angry noch so aufführen, Gevatter ist der wahre Psychopath. Charmant, gebildet, kunstbeflissen und ein Narzisst bis in die Fingerspitzen.
Er macht gern den DJ oder schwingt den Dirigentenstab. Und wahrlich, seinen Playlisten möchte man nicht im Dunkeln begegnen. Doch selten kommt er allein auf die letzte Party.
Lausche den Klängen und ein paar Lieblingssongs des Gevatters… (Don’t panic! Ist nur ein Link zu Youtube.)
Kaum jemand weiß, dass der Gevatter eine Gattin hat. Während er eher aufbrausend in Erscheinung tritt, ist seine Todesabschnittsgefährtin zurückhaltender. Zwar bekommt man auch von ihr den Tod geschenkt, aber stilvoll und höflich. Küss ihr die Hand und du bist erlöst!
Ihr heimlicher Schwarm ist der falsche Prophet. Denn seine hirngewaschenen Anhänger stehen auf Etikette und sind immer so dankbar.
Er ist stets an Gevatters Seite und leidet unter Schwarz-Weiß-Denken. Entweder erschreckt er sich selbst oder andere zu Tode. Seit er weiß, dass man beim Singen keine Angst empfindet, möchte er einem Chor beitreten. Doch erschreckenderweise wollte ihn bisher keiner aufnehmen. Lucille ist sein einziger Fan.
Bei diesen Songs singt der Schrecken gern lauthals mit…
Anm. d. Puppenmutti: Diese Gestalt ist ausschließlich aus Ton und somit wetterfest. Ich nutze ihre Kräfte auf dem Balkon, um Schädlinge von meinen Pflanzen fernzuhalten. Werde berichten, ob es funktioniert.
Er war mal ein richtig lustiger Kerl, den keine Spielpraktik aus der Fassung brachte. Bis, ja bis… niemand weiß Näheres. Auf einmal wurde die rote Nase ein schwarzer Kristall, sein verschmitzter Blick unheilvoll, das bunte Kostüm trist und sein Humor gruselig bis gemeingefährlich.
Er verwandelt angenehme Träume in Horrorparaden, die die Vorstellungskraft selbst hartgesottener Genrefans sprengt. Niemand möchte nach so einem Alp jemals wieder eine Nacht allein verbringen.

Die Wenigsten wissen das: Bevor Victor Frankenstein seinem berühmten Monster Leben einhauchte, experimentierte er mit Kindern. Doch nur bei einem ist ihm das Lebendigmachen geglückt. Er nannte es das Frankensteinchen.
Diese kleine Kreatur hatte fürchterliche Angst vor ihrem großen Nachfolger und trat darum die Flucht an. Viele, viele Jahre galt es als verschollen und wurde schließlich vergessen. Jetzt ist es wieder aufgetaucht und treibt sein Unwesen in meiner Puppenstube.

Kennt noch jemand dieses Kinderlied?…la, la, la…
trink nicht so viehiel Cahaffee!
Nicht für Kinder ist der Tühühürkentrank,
schwächt die Nerven, macht dich blahass uhund krank.
Sei doch kein Muselmann, der ihn nicht lassen kann!
Nun, bei diesem Geschöpf hier sind noch mehr mysteriöse Umstände im Spiel gewesen. Halb Kind, halb Falter – es ist mysteriös – hat es auf jeden Fall zu tief in die Kaffeetasse geschaut.
Mokkafalterchens Playlist im enthemmten Koffeinrausch… (inkl. bezaubernder Videos mit teils unangemessenem Inhalt)

Es wird gemunkelt, dass Gevatter und Gevatterin trotz aller Handicaps Nachwuchs gezeugt haben. Gut vorstellbar, wenn man die kranke Schwester genauer betrachtet. In ihrer Berufung widmet sie sich am liebsten multimorbiden Patienten.
Wenn die nicht mehr wollen, piekst sie die Gepeinigten schnell und schmerzlos ins Totenreich. Dass sie selbst nicht mehr unter den Lebenden weilt, hat sie beim aktuellen Pflegenotstand und wegen des stressigen Schichtdienstes noch gar nicht bemerkt.

In seinem schon immer kaputten Kopf hauste einst eine Spinne, was für beide nie ein Problem war. Doch mit der Zeit verfiel auch der Mädchenkörper. Erst fiel ein Arm ab, dann ein Bein. Schwer deprimiert über die zunehmende Immobilität, schlossen das Mädchen und die Spinne einen Pakt.
Jetzt besitzt das Spinn-Mädchen einen Schrittzähler, krabbelt mit Vorliebe in den Träumen von Arachnophobikern herum und freut sich über die fetten Ratten in den Hinterhöfen Berlins.
Eigentlich sollte sie eine Marionette werden. Doch es kam anders und das ist auch gut so, denn: Sie hat erkannt, was viele nicht sehen (möchten) und was selbst den Gevatter samt Schrecken in den Schatten stellt: Es wiederholt sich alles!
Im Buddhismus ist Samsara der immer wiederkehrende Kreislauf des Lebens in Unwissenheit. Diesen kann nur die Erleuchtung – das Nirvana – beenden. Die meisten erreichen diese Stufe nie und das ist eine schreckliche Vorstellung – ganz so, wie sie auch Samsara hier abliefert.

Obwohl es zu den Achtbeinigen zählt, ist Herumkrabbeln oder kunstvolles Netze- spinnen nicht sein Ding. Es geht lieber auf die Jagd. Schleicht sich an, liegt reglos auf der Lauer und bespringt seine Beute sehr plötzlich und gern aus dem Hinterhalt.
Wenn’s dem Spinnchen dann nicht schmeckt, ist es auch schnell wieder weg und hinterlässt so eine Menge Angefressene.
Man hört sie schon von Weitem klappern. Sonst ist sie eher ‚ne graue Maus. Zwar durchaus hübsch für hiesige Verhältnisse, stellt sie sich gern untern Scheffel und ist furchtbar schüchtern. Nur flirten, das kann sie, auf Teufel komm raus.
Das finden die Hellraiser dieser Welt ganz reizend. Denn neben einer Bibi können sie noch heller scheinen. Der hier ansässige hat ihr ruckzuck den Hof gemacht und anschließend die Hells Bells läuten lassen.
Eine Vorfahrin der bekannten Schildkrötpuppen, ein Puppenkind der frühen 50er mit besonderen Eigenschaften.
Keck zeigt es seine zwei ersten Zähnchen und beobachtet sehr aufmerksam, ja geradezu paranoid seine Umgebung. Aus reiner Vorsicht.
Zu schrecklich sind die erinnerten Nachkriegsgräuel und der schwarz-pädagogische Bullshit, der ihm noch heute aus dem hübschen Kopf quillt.
Tauchen in den unpassendsten Momenten auf. Quälen ihre Opfer mit allerlei Fisematenten. Flüstern ihnen Angst oder böse Verwünschungen ins Ohr. Malträtieren die Amygdala und besaufen sich an Cortisol.
Im Grunde sind sie also völlig unsinnig und überflüssig, eben Kokolores.
Der kleine, verstoßene Bruder vom Gevatter. (Ja, die Familie ist größer als man denkt.)
Gern würde er dem großen Bruder nacheifern, ist aber einfach zu sensibel. Er guckt nur auf einem Auge etwas strenger und hält Sensen für Mordwerkzeuge. Da schwingt er doch lieber ein duftendes Tee-Ei. (Spätestens hier war für den Gevatter Sense.)
Seine sensationell softe Playlist…








































































